“Absinto Orkestra”

Der Balkan-Beat-Express rattert ungebremst über Deutschlands Bühnenbretter, und das Absinto Orkestra ist seit mehr als 15 Jahren eine der Lokomotiven. Inspiriert von den mitreißenden Rhythmen osteuropäischer Hochzeitskapellen erzählen fünf Musiker ihre ganz eigene Geschichte: Von der Liebe des Geigers zur Klassik, von der Django Reinhardt-Passion des Gitarristen, von der Jazz-Leidenschaft des Saxofonisten, von der russischen Heimat des Mannes am Kontrabass und von den bessarabischen Wurzeln des singenden Mandolinenspielers.

Die Live-Performance der Absintos ist nicht nur eine unwiderstehliche Aufforderung zum Mitsingen, Tanzen und Klatschen – hier werden Hymnen auf das Leben zelebriert, die alles einbeziehen, was diese kurze Spanne ausmacht: Liebe und Vergänglichkeit, Witz und Sehnsucht, Melancholie und Rausch.

Stefan Ölke (Akustische Gitarre, Gesang, Mandoline) hat das Saitenzupfen im Mandolinenorchester gelernt, trommelt in einer Samba-Batucada und komponiert fürs Theater. Seine Frontmann-Qualitäten hat er sich während seiner Straßenmusikerzeit in Deutschland, Frankreich und Italien zugelegt.

Jo Schappert (Akustische Gitarre, Gesang) bekam 1978 seine erste Gitarre geschenkt, erforscht seitdem die Welt der sechs Saiten und lässt sich von jeder Musik inspirieren, die ihm gefällt. Mit Rockbands stand er ebenso gerne auf der Bühne wie alleine mit Dobro oder klassischer Gitarre. Er komponiert und kümmert sich ums Absinto-Management.

Jolly Reinig (Violine) hält nicht nur das alte Bühnenoutfit seines Großvaters in Ehren, sondern spielt auch Opas Teufelsgeige, die er in alter Väter Sitte mal weinen und mal galoppieren lässt, bis am Bogen die Rosshaare glühen.

Pavel Klimashevski (Kontrabass) widmet sich der Aufgabe, den Absinto-Haufen rhythmisch zusammenzuhalten, kann sich aber gelegentliche Eskapaden nicht verkneifen. Durch seine Zuneigung zu modernen Richtungen des Jazz liebäugelt er hin und wieder mit virtuosen und ansprechenden Passagen, aber auch der solide, fast schon rohe Musikpuls wird von ihm liebe- und kraftvoll präsentiert. Zudem erweitern seine Kompositionen und Arrangements das musikalische Absintouniversum um weitere – vor allem filigranere – Facetten.

Als jüngster Neuzugang wirbelt Francois Heun am Sopransax Folk- und Jazzskalen durcheinander und heizt seinen Mitspielern harmonisch mächtig ein, und auch dynamisch reizt er das musikalische Spektrum mit einem verschmitzten Grinsen aus.

Einlass:

19.30 Uhr

Beginn:

20.30 Uhr