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Bloomsday 2017 //
Fr., 16.06.17

Beginn: 18:00 Uhr

Einlass: 17:00 Uhr

Bloomsday 2017 im Jagdhofkeller

Überall auf der Welt wird am 16. Juni Bloomsday gefeiert, ein Gedenktag, der sich auf den Roman Ulysses, das Hauptwerk des irischen Schriftstellers James Joyce bezieht. Namensgeber ist die Hauptfigur des Romans, Leopold Bloom.
Der Roman Ulysses spielt in Dublin und beschreibt die Ereignisse eines einziges Tages, des 16. Juni 1904 . Leopold Bloom erlebt an diesem Tag Abenteuer, die denen des homerischen Helden aus dem Epos Odyssee ähneln – weitere Hauptpersonen sind Blooms’ Ehefrau Molly, der junge Lehrer und Schriftsteller Stephen Dedalus und andere Romanfiguren.
In Dublin suchen Fans und Freunde, Leser (und Nicht-Leser) des Romans die „realen“ Orte des fiktiven Geschehens auf, um auf den Spuren der Romanfiguren bestimmte Dinge zu tun oder zu erleben, wie z.B. zum Frühstück eine in Butter gebratene Schweineniere zu essen, ein öffentliches Bad zu nehmen, als Menü ein Gorgonzola-Sandwich mit einem Glas Burgunder zu sich zu nehmen oder in einer Drogerie ein Stück Zitronenseife zu kaufen. Natürlich wird bei jeder Gelegenheit aus dem Ulysses gelesen.

Wir in Darmstadt können natürlich die fiktiven Originalschauplätze nicht besuchen, wir werden jedoch möglichst viel Ulysses und Dublin-Athmosphäre schaffen. Im Mittelpunkt stehen Lesungen verschiedener Kapitel aus dem Roman; dazu gibt es jedoch Musik, Gesang, Unterhaltung, Essen und natürlich Getränke. Diser Tag wird im Jagdhofkeller zelebriert. Dort ist bekanntlich seit längerer Zeit unter anderem auch eine irische Lebenseinstellung zu Hause, die Band „Le Cairde“ (“Unter Freunden”) wird irische Folkmusik spielen.

Einlass im Jagdhofkeller ist 18 Uhr und um 19 Uhr beginnt das Programm mit irischer Hintergrundmusik und Guinness. Wolfgang Paul, der Initiator des Darmstädter Bloomsday, wird den Abend im Jagdhofkeller mit seiner Begrüßung eröffnen. Nach Lesungen aus Ulysses gibt es dann den Live-Auftritt von der Hausband “Le Cairde” in der typischen Kneipenatmosphäre des Jagdhofkellers.

Der Eintritt ist natürlich frei.

Eine Veranstaltung von Wolfgang Paul

Eine kurze Historie des Bloomsday

Streng genommen geht die die erste öffentliche Bloomsday-Feier auf James Joyce selbst und den 16. Juni 1929 zurück. Joyce hatte in der Nähe von Paris ein Hotel namens Leopold entdecket und neben seiner Familie auch seine Verlegerin Sylvia Beach sowie einige befreundete Schriftsteller zu einem déjeuner Ulysses geladen. Offiziell wurde dieser kuriose Feiertag allerdings erst im Jahre 1954, in dem sich eine kleine Schriftsteller-Gruppe um Patrick Kavanagh, der Dichter John Ryan und Flann O’Brien zu einem Ausflug zum Martello-Turm nach Sandymount aufmachte, dem Ort, wo das erste Kapitel des Ulysses beginnt. Darf man diversen Berichten glauben, muss dieser Ausflug in einem ziemlichen Besäufnis geendet sein.

Wie man den Bloomsday angemessen feiert

Die Sache mit dem Alkohol spielt aber auch heute noch beim Bloomsday eine zentrale Rolle Schon in den frühen Morgenstunden des 16. Juni versammeln sich zahlreiche Blooms-Fans an den diversen Orten des Romans oder starten direkt in einem der zahlreichen Pubs in Dublin. Die klassische Variante zur Feier des Bloomsday sollte allerdings die folgenden Stationen enthalten:

Start in den Dubliner Eccles Street Nr. 7, Blooms Wohnhaus im Norden der Stadt (Anmerkung: Das Haus wurde inzwischen zwar abgerissen, die orginale Haustür findet sich allerdings im nur einige Häuser weiter gelegenen James-Joyce-Centre). Ulysses-Lektüre am Joyce Tower (Sandycove). Nehmen Sie ein Bad am Forty Foot (auch Sandycove). Nach all der Aktion wird es Zeit für einen kleinen Snack. Passend zum Roman wird ein Gorgonzolabrot zusammen mit einem Glas Burgunder bei Davy Byrne’s in der Duke Street 21 (Nähe Grafton Street) zu sich genommen. Stilecht wird dieses Menü natürlich nur am heutigen Bloomsday Karte angeboten. Frisch gestärkt geht es weiter auf der litarischen Tour durch Dublin. Nächster Halt: Sweny’s in Lincoln Place, wo ein Stück Zitronenseife für die Hosentasche gekauft wird. Bei dieser Gelegenheit sollte man dann auch gleich die Petition zum Erhalt des Gebäudes unterzeichnen. Wieder Zeit zum Essen: Zum verspäteten Frühstück gibt es eine in Butter gebratene Schweineniere. Gemäß der Romanvorlage muss diese allerdings leicht angebrannt sein. Vorletzte Station: Am Strand von Sandymount soll man sich unanständigen Dingen hingeben. Endpunkt: Custom House an der Liffey.

Viele Fans zelebrieren diesen Tag, indem sie Kostüme aus König Edwards Zeiten tragen, die zumeist in dunklen Farben gehalten ist. Weiterhin tragen viele Männer zu diesem Anlass einen Qualitätshu – kein Rechtschreibfehler, sondern Leopold Bloom trägt im Roman tatsächlich einen Hu, weil das fehlende T der Aufschrift im Lederband schon abgerieben ist.

Tel.: 06151 - 66 40 91

MuK (Marianne und Klaus) Bessunger Jagdhofkeller

Bessunger Straße 84 – 64285 Darmstadt